„moving times - Zeit für Veränderung“: Wer sind die Teilnehmer?

Dieser fünfmonatige Winterkurs des Evangelischen Bildungszentrums Hermannsburg ist für junge Leute ab 18 da, egal ob man bis dahin zur Schule ging, bereits berufliche Erfahrungen gesammelt hat oder gerade an einer Hochschule studiert.

Solange sie noch zur Schule gehen, fällt es vielen schwer, ihre beruflichen und persönlichen Perspektiven für die Zeit danach frühzeitig anzugehen. So stehen nicht wenige junge Leute plötzlich vor der Frage: Abi – und dann? Sofort ins Studium zu springen, erscheint ihnen oftmals nicht erstrebenswert. Erst mal sollen andere Erfahrungen drankommen, die mehr mit der eigenen Person zu tun haben: ein Gap year, eine aktive Auszeit, ein Auslandsjahr, vielleicht als Au Pair oder per Work and Travel, vielleicht auch verbunden mit einem Praktikum, mit einem Freiwilligendienst oder mit Workcamps.

„Moving times“ nimmt von all diesen Aktivitäten wichtige Elemente auf und bündelt sie zu etwas Neuem. Das Projekt bietet jede Menge an Möglichkeiten – zur Berufsorientierung, für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, zur kreativen Entfaltung, zur Selbstfindung, für intensive Erfahrungen im Zusammenleben mit Gleichaltrigen – und das weg von zu Hause. Wer die Auseinandersetzung mit sich selbst und vielen Gleichaltrigen spannend findet, für den kann der Kurs die bessere Möglichkeit im Vergleich zu FSJ, Au Pair, Praktikum oder Auslandsaufenthalt sein.

Auch für Studienabbrecher oder diejenigen, denen während des Studiums Zweifel gekommen sind, ob für sie ein Studienabbruch oder eine Neuorientierung an der Uni ansteht, kann der Kurs zu einer wegweisenden Eigenzeit werden, in der sie reflektiert ihre Entscheidungen treffen – eine Art persönliches Wintersemester. Dasselbe gilt für Bachelor-Absolventen, die sich über ihren weiteren Weg noch unschlüssig sind. Ebenso kommen Azubis infrage, die sich im Anschluss an die Ausbildung mit etwas Besonderem belohnen wollen, bevor sie im Beruf weiterarbeiten. Andere wollen sich nach der Ausbildung vielleicht noch mal ganz neu orientieren. Manchmal kann es auch darum gehen, eine unfreiwillige Wartezeit möglichst sinnvoll zu überbrücken, z.B. wenn man den ersehnten Studienplatz oder Ausbildungsplatz im ersten Anlauf nicht bekommen hat.

Zugleich ist „moving times“ immer ein Ort internationaler Begegnung, da jedes Mal auch einige Jugendliche aus anderen Ländern unter den Teilnehmenden sind. Diese internationale, multikulturelle Perspektive bereichert den gesamten Kurs.